Sonntag, 26. Dezember 2010

Leben ist ein Abenteuer


"Wird's besser? Wird's schlimmer?" fragt man alljährlich. Seien wir ehrlich: 
Leben ist immer lebensgefährlich.“
Erich Kästner (1899-1974)




Montag, 20. Dezember 2010

Geburt des Lichts

Heute ist Wintersonnenwende! Wenn die Nacht am längsten ist, dann wird das Licht geboren.

Ich wünsche Euch, dass ihr auch in dunklen Zeiten immer den Glauben an das Licht und die Hoffnung behalten könnt.

                                                            Lassen wir unser Licht leuchten!

Ich wünsche allen ein gesegnetes Weihnachtsfest - ein Lichtfest - und ein glanzvolles neues Jahr 2011!

Montag, 22. November 2010

Lebenshilfen

Selbstmarketing

Ich bin regelmäßig als Referentin für berufliche Weiterbildungskurse tätig. Auf dem Lehrplan steht dabei unter anderem oft das Thema Selbstmarketing. 
Allein bei diesem Wort stellt es so manchem die Nackenhaare auf. Es kommen Aussagen wie: Ich soll mich selbst verkaufen? Muss ich mich denn anbiedern?  Ich bin doch nicht eingebildet!
Die Einwände sind verständlich, doch betrachten wir Selbstmarketing und dessen Bedeutung  einmal genauer. Selbstmarketing bedeutet, die Marke „Ich-Selbst“ bestmöglich zu präsentieren, um bei Vorgesetzten, Kunden aber auch Familienangehörigen und Bekannten gut anzukommen.
Ohne es bewusst zu steuern wirken wir nach außen, also „verkaufen“ wir uns ständig der Umwelt. Denn wir präsentieren uns selbst durch das Verhalten und die Optik und ernten dafür Anerkennung oder Desinteresse. Ob wir nun wollen oder nicht. 
Warum also nicht die Selbstdarstellung bewusst gestalten? Keine Angst, Sie müssen keine aufgesetzte Rolle spielen, sondern einfach nur die oder der beste „Ich-Selbst“ sein. Dabei ist Glaubwürdigkeit und Echtheit von größter Wichtigkeit. Unnatürliches Gehabe und Gestelltheit stoßen uns nämlich ab und bringen keinen Erfolg. Damit Sie sich selber gut „vermarkten“ können, ist es notwendig, sich selbst besser kennenzulernen. 
Man sollte sich folgende Fragen stellen: Was mache ich gerne? Was kann ich gut?  Wo liegen meine Stärken? Auch die Schwachstellen des eigenen Könnens und der Persönlichkeit sollten realistisch betrachet werden. Was muss ich noch lernen? An welcher Eigenschaft muss ich arbeiten? Was möchte ich verändern?
Doch bleiben Sie nicht allzulange an den Schwächen hängen, bauen Sie lieber Ihre starken Seiten, die besonderen Kompetenzen und Wesenszüge aus.
Nennen Sie jetzt spontan drei Stärken, die Sie auszeichnen? Fällt Ihnen etwas ein? Viele haben sich darüber noch nie Gedanken gemacht. Hier einige Ideen: Sind Sie vielleicht einzsatzbereit, belastbar, einfühlsam, teamfähig, redegewandt, kontaktfreudig, lernbereit oder anpassungsfähig? 
Schreiben Sie in einer ruhigen Stunde einmal alles auf, was Ihre Persönlichkeit auszeichnet.

» Die Stärken stärken und nicht an den Schwächen herumdoktern. «
Rainer Megerle

Donnerstag, 4. November 2010

Herbst

(c) www.aboutpixel.de / martin wimmer
Der Baum im Jahreskreis

Wenn wir zur Zeit nach draußen schauen, sehen wir viele Bäume, die ihre Blätter schon abgeworfen haben. Sie wirken kahl, vielleicht sogar trostlos. Den Gartenbesitzern macht das herabgefallene Laub Mühe beim Zusammenkehren.
Mir gefallen die Bäume aber auch zu dieser herbstlichen  Jahreszeit. Der Baum ist ein  Symbol für das Leben und mit dem Menschen eng vernetzt. Er taucht in verschiedenen Religionen auf. Auch in unserer bayerischen und ober-österreichischen Umgebung galten Bäume lange als wichtige Begleiter des Menschen. Viele Bräuche, Geschichten und Märchen haben Bäume zum Thema. Biergartenkastanien, Dorflinden oder der traditionelle „Maibaum“ spielen eine große Rolle im Zusammenleben der Menschen.
Haben Sie einen Lieblingsbaum? Den verschiedenen Bäumen werden nämlich einzigartige Bedeutungen nachgesagt. So steht die Linde für Kraft und Beharrlichkeit. Der Holunder hat eine magische und heilende Wirkung. Die Tanne gilt als Baum der Geburt und steht für ewiges Leben.
Es gibt viele weitere Deutungen mit denen man sich intensiv beschäftigen kann.
Doch jeder Baum für sich strahlt Sicherheit und Energie aus, da er fest verwurzelt in der Erde steht und seine Zweige in den Himmel ragen lässt.
Johann Gottfried von Herder schrieb in einem Gedicht „An die Bäume im Winter“:
“Gute Bäume, die ihr die starr entblätterten Arme reckt zum Himmel und fleht wieder den Frühling herab! Ach, ihr müßt noch harren, ihr armen Söhne der Erde, manche stürmische Nacht, manchen erstarrenden Tag! Aber dann kommt wieder die Sonne mit dem grünenden Frühling Euch; nun kehret auch mir Frühling und Sonne zurück?
Harr geduldig, Herz, und bringt in die Wurzel den Saft dir!
Unvermutet vielleicht treibt ihn das Schicksal empor.“
Genau diese Aussage ist es, die mich am Symbol Baum anspricht. An den Bäumen sehen wir, wie sie auch kalte Zeiten überdauern, um dann im Frühling neue Blüte zu tragen und erneut zu wachsen. Der Wandel des Baumes im Jahreskreis gibt auch uns Menschen die Hoffnung, dass nach Zeiten der Ruhe und des Kahlschlags wieder Phasen voller Kraft und Leben eintreten.


» Du wirst mehr in den Wäldern finden als in Büchern. Die Bäume und die Steine werden dich Dinge lehren, die dir kein Mensch sagen wird. «


Friedrich von Schiller

Freitag, 29. Oktober 2010

Mir treu sein!


Vielleicht ist Ihnen schon mal ein Textband oder ein Büchlein von Ulrich Schaffer in die Hände gefallen. Er ist ein Schriftsteller, Lyriker und Fotograf. Seine weisen Worte berühren das Herz und muntern auf. Mein Lieblingsheftchen von ihm ist „...weil du einmalig bist“. Darin steht die Einzigartigkeit eines jeden Menschen, die mir auch so wichtig ist, im Mittelpunkt. Ein Text auf Seite 18 heißt „Du bist dir treu“, darin schreibt er: „Manche wenden sich ab von dir, weil du dich nicht nach dem ´man sollte` und ´jeder tut das` bewegst. Du bist dir treu und verlierst dadurch die, die dich nur so lange annahmen, wie du ihnen angenehm und passend warst.“

Meistens sprechen wir von Treue in Partnerschaften. Doch wie steht es um die Treue zu mir selbst? Schließlich bin ich die oder der Einzige, der oder die auf jeden Fall bis zum Tod mit mir selbst auskommen muss. Die Beziehung zu mir selbst führe ich mein ganzes Leben lang. Daher ist sich selbst treu sein ein wichtiger Grundsatz, um sich nicht von den Gefühlen und Wünschen anderer beeinflussen zu lassen.
Wir sollten uns öfter fragen: Wie geht es mir dabei? Was möchte ich? Teile ich meine Meinung mit? Will ich nur nicht auffallen? Möchte ich allen gefallen?
Viele von uns tragen das Muster in sich, anderen Gefallen zu wollen. Besonders Frauen tun sich oft schwer auf sich selbst zu hören und auch einmal „Nein“ zu sagen. Dies geschieht meist aus Angst, die Anerkennung und Zuwendung anderer zu verlieren.
Doch wenn wir auf Dauer nicht gegen unsere innerste Natur handeln wollen, müssen wir uns auf uns selbst besinnen.
Wenn ich mir selbst treu bin und mich nicht manipulieren lasse, stoße ich dadurch vielleicht auf Widerstand im Außen. Dann stehe ich mit meiner Meinung manchmal alleine da, erhalte einen verwunderten Blick, werde vor Konsequenzen gewarnt oder muss mich von einem alten Bekanntenkreis lösen. Doch diese Dinge können im Leben immer passieren. Wenn ich zu mir selbst ehrlich und echt bin, dann ziehe ich auch die Menschen in mein Leben, die zu mir und zu meiner Einstellung passen. Vielleicht gibt es gerade heute eine Situation, wo Sie üben können, sich selbst treu zu sein!



Wie du dir selbst treu bleibst, so bist du´s mir.“
Friedrich von Schiller